Funktionen der IoTKR

Objekte einer IoT-Kostenrechnung  sind Geräte, Maschinen, Transporteinrichtungen, Rechner usw. , allgemein also Equipments.  Im Gegensatz zur Unternehmenskostenrechnung mit deren Orientierung an Kostenstellen und Kostenträgern werden in der IoT-Kostenrechnung die Plankosten der Equipments geplant, dann die Prozessschritte im Sinne eines Arbeitsplanes festgelegt und dann die Prozesse kalkuliert. Die Merkmale einer IoT-Kostenrechnung werden am Beispiel der  IoTKR  dargestellt. Komplexe Systeme können beliebig in Teilsysteme zerlegt und beplant werden.  Am Beispiel eines FFS (Flexibles Fertigungssystem):

Abb.: Merkmale einer IoT-Kostenrechnung

Da Kosten und Wirtschaftlichkeit in den Equipments determiniert werden, ist der Informationsnutzen für Management, Controlling und Produktplanung beträchtlich.

Die Kostenplanung  am Beispiel eines CNC-Programmierplatzes:

Abb.: Kostenplanung CNC-Programmierplatz

Die Iot-Kostenplanung ist immer eine  TCO-Planung (Total Cost of Ownership) . Damit entfallen zeitraubende Umlagen und Verteilun-gen, wie sie für die Unternehmenskostenrechnung typisch sind.

Prozesse werden in einem Ablaufplan festgelegt und mit der Ressourcenbelastung kalkuliert. Die Kalkulation im ERP-System soll dabei nicht ersetzt, sondern detailliert werden. Am Beispiel eines Fertigungsprozesses:

Abb.: Kalkulation Fertigungsprozess

Alternative Produktgestaltungen können nun problemlos simuliert werden. Sobald der Markt- oder der Verrechnungspreis einer Variante bestimmt sind, und die Belegungszeiten des Equipments festliegen, kann eine Produktvariante kalkuliert werden. Diese Variantenkalkulation benötigt keine Arbeitsplanveränderung im ERP-System. Damit erschließt sich ein IT-gestütztes Target Costing.

Eine Equipmentorientierte Programmplanung unterstützt Management und Controlling:

Abb.: Programmplanung

Die Smart Factory ist ohne eine Kostenkontrolle des installierten Equipments nicht wirtschaftlich zu betreiben. Nach einem Jahr bzw.  nach einem Monat will das Produktionsmanagement und das Controlling wissen, ob die geplanten Kosten (Plan-Ist-Vergleich) oder die Sollkosten (Soll-Ist-Vergleich) eingehalten wurden.  Die Iststunden eines Equipments  sind i.d.R.  ohne Probleme maschinell  erfassbar oder auch als Eingabe pro Kostenstelle denkbar. Die Ermittlung der Abweichungen (Verbrauchsabweichung) erfolgt dann wie in der Abbildung gezeigt:

Abb.: IoT-Kostenkontrolle

IoTKR und Maschinenstundensatz

Eine Maschinenstundensatzrechnung orientiert sich meist an kapitalintensiven Maschinen.  Die dabei hinterlegte Planungs-philosophie ähnelt der IoT-Kostenrechnung, wenn auch wesentliche Elemente (Prozesskalkulation, Kostenkontrolle) meist fehlen. Sie kann zu einer  IoT-Kostenrechnung migriert werden mit einem wesentlich höheren Informationsnutzen.

Warum IoT-Kostenrechnung

Kapitalintensive Maschinen und Einrichtungen, zunehmende Vernetzung von Maschinen, globaler Wettbewerb fordern aktuelle und wirtschaftliche Informationen vom Kostenmanagement. Die klassischen Kostenrechnungssysteme sind aufwendig, langsam und ungenau. Heute erwartet das Produktionsmanagement, das Controlling und die kostenbewusste Konstruktion sofortige, standardisierte und autonom errechenbare Antworten zum kostenbewussten Einsatz von Ressourcen, Produkten, Prozessen. 

Das hier vorgestellte Modell einer Internet of Things-Kosten-Rechnung (IOTKR) ist die geeignete Lösung – als fertige Software oder als entwicklungsfähiger anpassbarer Prototyp in Ihrem Unternehmen. 

Einfach zu realisieren und zu verwalten, ergänzt sie eine bestehende Kostenrechnung ohne Konflikte und auf der Basis von verbreiteten Webservern und Datenbanksystemen. In dieser Website werden die Grundlinien einer IoT-Kostenrechnung vorgestellt, realisiert in einer Intranet-Gerätekostenrechnung des Autors. Die Website dient der wissenschaftlichen und anwendungsbezogenen Fach-diskussion

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ERP- und MES-Integration

Eine IoT-Kostenrechnung sollte vorrangig als Intranet-Lösung konzipiert sein, wenn auch die IT-Komponenten den Internet-Zugriff erlauben. Im System der IT eines KMU:

Abb.: Integration in die KMU-IT

Ein vorhandenes MES (Manufacturing Executing System) wird durch die detaillierten Kosteninformationen unterstützt. Ohne MES verhelfen die IoT-Informationen dem ERP-System zu  einer größeren Plausibilität.

Die Dateistruktur der IoT-Kostenrechnung sieht wie folgt aus:

Abb.: Dateistruktur IoT-Kostenrechnung

 

Autor

Als Autor, langjähriger Berater und Entwickler der Maschinen-plankostenrechnung COMMAS für Maschinenbauunternehmen kenne ich die Planungspraxis von Industrieunternehmen in Bezug auf Controlling, Produktion und Logistik.  Die Erfahrungen in der ERP-Anwendung, in der Planung moderner Kosten- und Wirtschaft-lichkeitsrechnungen  und in der SAP-ECC-Anwendung und -Schulung bilden die Basis dieser hier vorgestellten IoT-Kosten-rechnung.

Als Verfasser des Standardwerks „Produktionscontrolling und -Management mit SAP ERP“, das in der 5. Auflage erschienen ist, versuche ich, modernes, Maschinenorientiertes Controlling zu vermitteln. Die Smart Factory bietet neue Chancen für eine objektorientierte Kostenrechnung und die dazu einsetzbare Software IOTKR.

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IOTKR im Health Management

Die IoT-Kostenrechnung ist für Ressourcen jeder Art und viele Prozesse anwendbar. Also auch für Behandlungsprozesse in der Medizin. Dazu kann jede Ressource und jeder Prozess geplant werden. Kapitalintensivere Geräte werden mit ihren Daten erfasst und dann die TCO-Kosten geplant. Die entsprechenden Prozesskosten zeigt die folgende Abbildung (Kosten nicht repräsentativ für den realen Prozess):

Abb.: Behandlungsprozess (Daten nicht repräsentativ)